Tropfen fotografieren

Meer und Seen, Regen und Nebel, Schnee und Eis – Wasser ist in jedem Aggregatzustand ein beliebtes Fotomotiv. Das Fotografieren von Tropfen finde ich besonders spannend, da durch die Oberflächenspannung des Wassers eine schöne Runde Form entsteht und sich auch die Umgebung auf interessante Weise im Wasser spiegeln kann. Die beste Zeit, um Tropfen in der Natur zu fotografieren ist – das wird kaum überraschen – nach einem Regen oder am Morgen, solange der Tau noch nicht verdunstet ist.

Wenn man nicht zwangsläufig früh aufstehen oder auf einen Regenguss warten will, gibt es einen einfachen Trick, selbst Tropfen zu erzeugen – zur passenden Zeit auf der passenden Pflanze und am besten bei Sonnenschein, nämlich mit einer Sprühflasche. Man sprüht einfach so lange auf die gewünschte Pflanze, bis einem die Formation der Tropfen gefällt. Ein weiterer Vorteil ist, dass man auf den Hintergrund Einfluss nehmen kann, was in Bauchlage in der freien Wildbahn nicht ganz so einfach möglich ist.

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Für dieses Bild habe ich meine Grünlilie (ein Ableger der bestimmt 20. Generation einer Pflanze meines ersten WG-Mitbewohners …) besprüht und sie im Bad vor dem Fenster mit Stativ und meinem Makro-Objektiv fotografiert. Bei sauberer Scheibe sieht man auch nicht unbedingt, dass das Foto nicht im Freien aufgenommen wurde. Zudem hat man auch nicht mit Wind oder Lüftchen zu kämpfen, die einem die Makro-Fotografie ziemlich erschweren können – denn da hilft leider auch ein Stativ nichts …

Viel Spaß beim Ausprobieren!

 

 

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