Canon EF-S 60mm f/2.8 USM Macro

Mit einem Makro-Objektiv zu fotografieren macht unheimlich Spaß, weil es so vielseitig ist – faszinierendes Details, aber auch Portraits gelingen wunderbar!

IMG_8135Ein Makro-Objektiv ist erst einmal nichts weiter als eine Festbrennweite – in diesem Fall das EF-S 60mm -, d.h. man kann mit diesem Objektiv nicht zoomen. Als Festbrennweite ist das Objektiv lichtstärker, da man die Blende bis auf 2.8 öffnen kann. Dies ist praktisch, wenn wenig Licht zur Verfügung steht oder man gezielt Unschärfe einsetzen möchte. Der wichtigste Unterschied – bspw. zu einer Festbrennweite wie dem Canon EF 50mm f/1.8 STM – ist jedoch die Naheinstellgrenze. Während ich bei Canons 50mm bis auf 0,35m an das Motiv herankomme und noch fokussieren kann, sind es beim 60mm Macro nur 0,2m. Ein „richtiges“ Makro-Objektiv hat einen Abbildungsmaßstab von 1:1, wodurch das Objekt in Originalgröße auf dem Sensor abgebildet werden kann. Manche Objektive tragen dennoch ein „Makro“ im Namen oder haben einen „Makro Modus“ um anzuzeigen, dass Naheinstellgrenze und der Abbildungsmaßstab „besser“ sind als bei Objektiven, die diesen Begriffszusatz eben nicht haben.

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Das Canon EF-S 60mm f/2.8 USM Macro ist Objektiv, das ausschließlich an APS-C Kameras verwendet werden kann, dies erkennt man bereits an der Bezeichung „EF-S“ (im Unterschied zu „EF“ Objektiven, die sowohl an APS-C als auch an Vollformatkameras wie der 6D oder der 5D-Serie verwendet werden können). Wer also mit dem Gedanken spielt, irgendwann auf eine Vollformat-Kamera umzusteigen, sollte sich genau überlegen, welche Objektive er sich anschafft und dies gilt grundsätzlich, nicht nur für ein Makro-Objektiv. Gegenüber Makro-Objektiven, die auch an einer Vollformat-Kamera funktionieren hat das Canon EF-S 60mm f/2.8 USM Macro sowohl Vor- als auch Nachteile, die Christopher Frost herausstellt (für Canonianer ist sein Youtube-Channel insgesamt sehr interessant, die Videos sind wirklich informativ, sehr sachlich und Chris ist ein sehr angenehmer Youtuber …)

Vorteile gegenüber dem Canon EF 100mm/1:2,8 USM Macro

  • geringerer Preis
  • geringeres Gewicht
  • man kann leichter aus der Hand fotografieren
  • Die Brennweite von 60mm ist vielseitiger einsetzbar als 100mm

Nachteile

  • nicht mit Vollformat-Kameras kompatibel
  • bei gleichem Abbilungsmaßstab ist die Distanz zum Objekt um 11cm größer, das klingt marginal, doch bei schreckhaften Insekten dürfte man diesen Unterschied durchaus bemerken
  • Das Bokeh fällt bei 100mm etwa weicher aus

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Welche Kriterien stärker ins Gewicht fallen, muss natürlich jeder selbst entscheiden. Ich für meinen Teil bin sehr zufrieden mit dem Canon EF-S 60mm f/2.8 USM Macro, die Bildqualität ist herausragend, die Schärfe lässt kaum Wünsche offen. Müsste ich mich noch einmal entscheiden, würde ich vermutlich trotzdem zu einem Objektiv greifen, das vollformat-kompatibel ist, weil ich tatsächlich mit dem Gedanken spiele, mir in absehbarer Zukunft eine 6D zu kaufen. Doch bis dahin macht mir die kleine kompakte Linse noch genügend Spaß! 🙂

 

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